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Wie werden Heizkörper richtig lackiert?

Besonders in Zeiten, in denen Rohstoffe aller Art knapp werden und Dinge, die stetig verfügbar waren, zum Teil schwer zu bekommen sind, kann es Sinn ergeben, Altbewährtes und noch Intaktes wiederherzurichten. Dazu gehören auch Heizkörper. In einigen Fällen lohnt es sich, diese zu behalten und wiederaufzubereiten.

Hierfür gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Beschichtungsstoffen. Dazu gehört der klassische 1-komponentige Heizkörperlack auf Alkydharzbasis. Nach allen bekannten Vorarbeiten von Anlaugen bis Schleifen kann der zu beschichtende Heizkörper fürs Lackieren auf kleiner Stufe betrieben werden und je nach Modell mit einer kleinen Lammfellwalze oder einem Flachpinsel lackiert werden.

Die Wärme begünstigt den Verlauf des Lackes. Aber Vorsicht – auch wenn es sich nur um die Beschichtung von Heizkörpern handelt, ist eine vorhergegangene Beratung sehr wichtig. Thema Geruch: Denn derartige Lacke haben einen starken Eigengeruch. Mittlerweile ist es bekannt, dass Kunden und auch Verarbeiter sensibler geworden sind. Nachträgliche Diskussionen können so vermieden werden. Ähnlich wie beispielsweise bei der Beschichtung von Türflächen gibt es Heizkörperlacke, die wasserverdünnbar sind. Diese Lacke beinhalten sogar Rostinhibitoren, wodurch kleine Roststellen nicht mehr durchkommen oder blanke Stellen, die durchs Schleifen verursacht wurden, während oder nach der Beschichtung nicht rosten. Diese Lacke sind nebelarm spritzbar, äußerst geruchsarm und schnell trocknend. Ein späteres Ausdünsten bei einer anschließenden Heizperiode ist sozusagen ausgeschlossen. Ein weiterer Vorteil ist die Verhinderung von Vergilbung. Je nach Bindemittel (Acrylharz) neigen diese Lacke nicht zum Vergilben. Einige sind sogar bis +160 °C vergilbungsbeständig.

Eine weitere Möglichkeit ist die 2-komponentige Beschichtung; auch lösemittelhaltig. Es ist sinnvoll, die Flächen zu spritzen. Bei z. B. PUR-Lacken kommt es anfänglich (bei der Applikation) zu starkem Geruch, daher ist es ideal, eine Lackierung in der Werkstatt vorzunehmen. Die Flächen sind nach der Trocknung bzw. Vernetzung annähernd geruchslos. Auch bei einer darauffolgenden Aufheizung der Heizkörper werden keine oder nur kaum Gerüche frei. Die hier zu erzielende Oberfläche ist mit einer neuwertigen Heizkörperfläche vergleichbar. Die Oberfläche ist zudem sehr robust. Ein weiterer Vorteil ist, dass PUR-Lacke nicht zum Vergilben neigen. Soll ein Heizkörper farbig gestaltet werden, ist dies kein Grund zum Verzweifeln. Im Prinzip kann jeder farbige Lack (Alkydharz, Acrylharz, 2K PUR) eingesetzt werden. Die Lacke sind mindestens bis +120 °C hitzebeständig.

Die Vergilbung bei Alkydharzlacken fällt bei Volltönen nicht auf. Bei Acryllacken sollten rohe Metallstellen grundiert werden. 2-komponentige PUR-Lacke sind farbig genauso problemlos wie die weißen. Eine farbige Gestaltung des Heizkörpers ist somit ohne Weiteres möglich.

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ZERO Anwendungstechnik

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