Alles prima: AIDAprima
Die AIDAprima ist der erste Neubau einer neuen Schiffsgeneration, sie wurde von Mitsubishi-Heavy-Industries im japanischen Nagasaki gebaut und am 14. März 2016 an die Reederei AIDA Cruises übergeben.
AIDA Cruises übernimmt neues Flaggschiff
AIDAprima wurde am 07. Mai 2016 getauft. Die Kreuzfahrtschiffe der AIDA werden nach den höchsten internationalen Qualitäts-, Umwelt-, und Sicherheitsstandards betrieben. Die Motoren der Schiffe ermöglichen den Betrieb mit schadstoffärmerem Flüssigerdgas und die Rümpfe verfügen über ein spezielles System zur Luftschmierung, was bis zu sieben Prozent Antriebsenergie einsparen soll.
Mit einer Länge von 300 Metern und einer Breite von 37,6 Metern bietet das Große Kreuzfahrtschiff eine Kapazität von rund 3.300 Passagieren in 1.643 Gästekabinen. Die AIDAprima verfügt über 18 Decks, mit insgesamt 12 Restaurants und 18 Bars sowie, einen 3.100 m² großen Wellnessbereich. Sie hat eine maximale Geschwindigkeit von 21,5 Knoten.
AIDAprima hat vornehmlich Ostsee-, Orient- und Norwegen-Kreuzfahrten im Programm. Beliebte Hafenstädte wie Rom oder Barcelona werden dabei angesteuert.
ZERO und die AIDAprima
Wie ZERO nun seinen Teil zur Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes beigetragen hat, erklärt sich fast von selbst. Es geht um die vielseitige Projektierung der Innenräume des Schiffes. Mit vielen Produkten hat ZERO bei der Gestaltung des Schiffes mitgewirkt, um den Passagieren einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen und sich „on Bord“ wohlzufühlen. Dabei wurden verschiedenste Wände in öffentlichen Räumen, wie Restaurants, Sportstätten und Treppenhäuser, mit ZERO-Produkten verschönert.
Im Januar 2013 kamen die ersten Anfragen zu ZERO-Produkten und möglichen Varianten für Beschichtungsaufbauten. Anderthalb Jahre später im Juni 2014 wurden dann die ersten Musterplatten und Farbmuster erstellt. Die ersten Aufträge bekam ZERO im Dezember 2014.
Was hat ZERO dort genau gemacht?
ZERO hat Gestaltungsvorschläge gemacht für die öffentlichen Innenräume - wie zum Beispiel das „Bella Donna“-Restaurant auf Deck 6.
Die Wände wurden nach folgendem Aufbau bestrichen: Als Untergrund dient eine Kalziumsilikatplatte, es können aber auch Stahlplatten bzw. Aluminiumplatten verwendet werden. Zur Grundierung erfolgt ein Anstrich mit ZERO Fassadengrund und Fassadengrundhärter, nach 24 Stunden Trockenzeit können weitere Produkte verarbeitet werden – etwa ZERO Airless Feinspachtel oder ZERO Renovierputz 150. Zur Haftvermittlung für Folgeanstriche wird ZERO Haftgrund WP verwendet. Nun wird ZERO Toptex Maler Glasvlies mit ZERO Toptex Kleber SLF und ZERO Toptex Füller SLF angebracht. Zum Schluss ist der Aufbau nach vollständiger Trocknung mit geeigneten ZERO Anstrichstoffen zu beschichten, hier z. B. mit der Innenfarbe ZERO Seidenglanz 480 SLF.
Es wurden an ca. 2.700 m² Wandfläche in den verschiedensten Räumen, so auf Deck 8 im „Baffalo Steak House“, die oben genannten Produkte nach dem Aufbau verarbeitet. Außerdem wurden ungefähr 520 m² Wandfläche des Schiffes mit ZERO-Produkten bearbeitet und zusätzlich noch an 890 m² Wandfläche ZERO Airless Feinspachtel für nachfolgende Beschichtungen angewendet. Einzelne Metallbauteile, wie Säulen und Fensterrahmen, wurden in öffentlichen Innenräumen mit ZERO Allgrund und ZERO Satina Seidenglanzlack bearbeitet.
Auf was musste praktisch geachtet werden?
Farbtöne sind ein praktisches „Hindernis“, denn die Metamerie besagt, dass der gleiche Farbton unter verschiedenen Lichtverhältnissen unterschiedlich aussieht. Es kommt darauf an, ob die vorgegebenen Farbtöne in Räumen mit Tageslicht oder mit künstlichem Licht beleuchtet werden. Dies musste natürlich bei der Erstellung der Rezeptur beachtet werden. Je nachdem wie der jeweilige Lichteinfluss auf der Wand ist, musste dementsprechend der Farbton angepasst werden, damit gefühlt an jeder Wand der gleiche Farbton sichtbar ist.
Auf was musste rechtlich geachtet werden?
Da die AIDAprima unter italienischer Flagge fährt, gelten die europäischen Sicherheitsanforderungen, diese sind in der Schiffsausrüstungsrichtlinie geregelt. Darin wird sichergestellt, dass die Ausrüstung der Schiffe internationalen Anforderungen genügt. Auf Schiffen werden schwer entflammbare Oberflächenwerkstoffe und Anstrichmittel verarbeitet. Hierzu gibt es das „Steuerrad“-Kennzeichen, dies gilt als Symbol dafür, dass die Ausrüstung den Vorgaben entspricht. Durch Prüfungen, die von der europäischen Behörde kontrolliert und bewertet werden, wird dann die Erlaubnis zur Kennzeichnung des Produktes mit dem „Steuerrad“ vergeben. Mit einem „Steuerrad“ (Wheel-Mark) auf dem Etikett werden inzwischen über 20 ausgewählte Grundierungen, Spachtelmassen, Kleber, Lacke, Isolier- und Innenfarben aus dem Hause ZERO-LACK gekennzeichnet.
© Alle Fotos: MEYER WERFT Papenburg